Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für Niedereschach

Anträge können bis 30. August 2019 gestellt werden.

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für Niedereschach
Fördermöglichkeiten privater Bauvorhaben für das Jahr 2020
 
Lebendige Ortskerne zu erhalten, zeitgemäßes Leben und Wohnen zu ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung zu sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen sind die zentralen Ziele des ELR Jahresprogramms 2020.
Daher sollen durch das ELR auch weiterhin Impulse zur Nutzung innerörtlicher Flächen gesetzt werden. Gute innerörtliche Bausubstanz soll erhalten und zu zeitgemäßem Wohnraum umgebaut werden. Baufällige Gebäude hingegen können weichen und Platz für Neues schaffen. Deshalb werden im ELR 2020 weiterhin prioritär Investitionen zur Schaffung von privatem Wohnraum gefördert.
Im Fokus steht die innerörtliche Nachverdichtung, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern.
Förderfähig sind sowohl durch den Antragsteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Wohnungen (Umnutzung, Modernisierung und Neubau) als auch Mietwohnungen zur Fremdvermietung (Umnutzung und Modernisierung). Weiterhin nicht zuwendungsfähig sind Mietwohnungen zur Fremdvermietung in Neubauvorhaben, d.h. die nicht durch Umnutzung bestehender Bausubstanz entstehen.
Neben dem Förderschwerpunkt „Wohnen“ werden privat-gewerbliche Projekte gefördert, die lebendige Ortskerne erhalten, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.  Förderschwerpunkt „Wohnen“Für private Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen innerhalb der historischen Ortslage bestehen Fördermöglichkeiten wie:die Schaffung neuer Wohnungen durch Umnutzung vorhandener Gebäude,die umfassende Modernisierung bestehender Wohngebäude,die Schließung von Baulücken durch neue Wohngebäude zur Eigennutzung.
 Die zuwendungsfähigen Ausgaben können mit 30 % (bei eigengenutzten Wohnungen) bzw. mit 10 – 15 % (bei Mietwohnungen) bezuschusst werden, begrenzt auf folgende Höchstbeträge: bei Umnutzung max. 50.000 € pro Wohnung, bei Modernisierung oder Neubau max. 20.000 € pro Wohnungfür ressourcenschonende, innovative Holzbauweisen besteht die Möglichkeit einer um 5.000 € erhöhten Förderung.
 Der förderfähige Innenbereich umfasst die historische Ortslage Niedereschachs und der Ortsteile und schließt auch Siedlungsflächen aus den 1960er Jahren ein, die mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf aufweisen. Bei den Baumaßnahmen ist eine ökologische Bauweise mit zeitgemäßem Wärmeschutz und Einsatz regenerativer Energien ein wichtiges Kriterium bei der Förderentscheidung. Förderschwerpunkt „Arbeiten“Im gewerblichen Bereich bestehen Fördermöglichkeiten für kleine bis mittlere Unternehmen für die Verlagerung von Betrieben, ebenso für deren Neuansiedlung sowie Betriebserweiterungen.Die zuwendungsfähigen Ausgaben können bei gewerblichen Vorhaben zu 10 % bis 15 %, bis zu einem Höchstbetrag von € 200.000.- bezuschusst werden. Förderschwerpunkt „Grundversorgung“Vor allem Dorfgasthäuser, Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung und zentrale Treffpunkte in den Gemeinden. Sie tragen enorm zu deren Attraktivität bei. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten, Handwerksbetriebe u.a. zählen. Projekte im Förderschwerpunkt „Grundversorgung“ werden daher prioritär berücksichtigt. Der Fördersatz beträgt bis zu 20 % der Investitionskosten. Ablauf der AntragstellungFörderanträge für private Projekte sind grundsätzlich über die Gemeinde mit den für das ELR vorgesehenen Antragsformularen zu stellen. Den Förderanträgen ist eine bauantragsreife Planung sowie eine Kostenschätzung beizufügen (diese Unterlagen sind vom Bauherrn und dessen Planer/Architekt vorzubereiten). Aufgrund der teilweise umfangreichen Vorbereitung erfordert die Antragstellung eine ausreichende Vorlaufzeit.Die Förderanträge werden über die Gemeinde an das Landratsamt bis Ende September eingereicht. Das heißt, dass die notwendigen Unterlagen durch die Bauherren bis zum 30. August 2019 vorbereitet und der Gemeinde vorgelegt werden müssen. Mit einer Förderentscheidung des Landes kann im März 2020 gerechnet werden. Bis dahin können alle weiteren planerischen Maßnahmen vorbereitet, aber noch keine Baumaßnahmen begonnen werden. Zur Beratung der Interessenten und zur Zusammenstellung der ELR-Anträge arbeitet die Gemeinde mit dem Büro kommunalPLAN aus Tuttlingen zusammen. Die Kosten für die ausführliche Erstberatung vor Ort werden von der Gemeinde übernommen. Wenn Sie Maßnahmen im nächsten Jahr oder in den folgenden Jahren in den o.g. Bereichen realisieren möchten und am Förderprogramm interessiert sind, bitten wir baldmöglichst um Kontaktaufnahme (Anmeldung einer Fördermaßnahme) im Rathaus Niedereschach bei Herrn Markus Schunk, Tel. 07728 / 648-25, E-Mail: markus.schunk@niedereschach.de oder bei Herrn Rüdiger Stehle (kommunalPLAN GmbH, Tel. 07461 / 76 00 916, E-Mail: ruediger.stehle@kommunalplan.de). Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten können dem ELR Jahresprogramm entnommen werden: https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/ELR/elr-ausschr-jahrprogramm-2020.pdf
 Förderprogramm für innovative Gewerbebetriebe: „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ will die Landesregierung die Innovationskraft Baden-Württembergs in der Fläche erhalten und steigern, indem Unternehmen mit Potenzial zur Technologieführerschaft gefördert werden.Mit diesem Förderangebot werden kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum angesprochen, die aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit und ihrer ausgeprägten Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte das Potential zur Technologieführerschaft erkennen lassen. Bezuschusst werden große umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer Dienstleistungen und Produkte. Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Das Förderprogramm ist auf umfangreiche Investitionen ausgerichtet. Zuwendungen unter 200.000 € werden nicht bewilligt. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt über die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Unternehmen bis zum 30. August 2019.  Neben den Antragsformularen sind Erläuterungen und Informationen zum antragstellenden Unternehmen beizufügen. Unternehmen, die in den nächsten Jahren größere Investitionen planen und die o.g. Voraussetzungen erfüllen, bitten wir baldmöglichst um Kontaktaufnahme, um die Möglichkeiten für eine Antragstellung frühzeitig zu prüfen.  Zur Beratung der Interessenten und zur Ausarbeitung der Anträge arbeitet die Gemeinde mit dem Büro kommunalPLAN GmbH aus Tuttlingen zusammen. Die Kosten für die Erstberatung vor Ort werden von der Gemeinde übernommen.Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Unternehmen, die entsprechende Baumaßnahmen planen und am Förderprogramm interessiert sind, bitten wir um Kontaktaufnahme im Rathaus Niedereschach bei Herrn Markus Schunk, Tel. 07728 / 648-25, E-Mail: markus.schunk@niedereschach.de oder bei Herrn Rüdiger Stehle (kommunalPLAN GmbH, Tel. 07461 / 76 00 916, E-Mail: ruediger.stehle@kommunalplan.de). Wir freuen uns über Ihr Interesse und unterstützen Sie tatkräftig bei Ihren Investitionen. Ihr Martin Ragg, Bürgermeister